Das Renaturierungsprojekt
Strukturen, die sich in ihre Umgebung einfügen — nachhaltige Materialien, passive Klimasteuerung, biophiles Design und minimale Umweltauswirkung auf 23,5 Hektar.
ARCHIFUSION bringt ein tiefes Verständnis der algarvischen Bautraditionen kombiniert mit moderner nachhaltiger Architektur. Monia Cardoso entwirft Strukturen, die mit der Landschaft atmen — unter Einbeziehung lokaler Materialien, passiver Solarstrategien und biophiler Prinzipien, die Grenze zwischen Innen und Außen verwischen. Ihre Arbeit betont Integration statt Aufdringlichkeit — Gebäude, die sich anfühlen, als wären sie schon immer Teil der Landschaft gewesen.
Jede Struktur bei Wild Roots folgt den Prinzipien ökologischer Sensibilität, Energieeffizienz und kulturellem Respekt.
Das Grundstück umfasst eine bestehende Steinruine — die Überreste eines traditionellen algarvischen Bauernhofs. Anstatt abzureißen und neu zu bauen, integriert das Design die Ruine als architektonischen Kern, bewahrt ihren historischen Charakter und fügt moderne Wohnräume hinzu, die sich organisch von der ursprünglichen Struktur erstrecken.
Die dicken Steinmauern bieten hervorragende thermische Masse, und regulieren natürlich die Temperaturschwankungen zwischen den heißen Tagen und kühlen Nächten, die typisch für die Algarve.
🪨 Originale Steinmauern erhalten und stabilisiert
Südausgerichtete Verglasung fängt die Wintersonne für natürliche Heizung ein, während tiefe Überhänge und laubabwerfende Kletterpflanzen sommerliche Beschattung bieten. Querlüftung kanalisiert die Nortada-Winde durch das Gebäude für natürliche Kühlung — selbst in den heißesten Monaten ist keine Klimaanlage nötig.
Thermische Simulationen zeigen, dass das Design den Komfortbereich von 18–26°C für 95% des Jahres ohne mechanische Heizung oder Kühlung aufrechterhält.
☀️ 3,000+ Sonnenstunden passiv eingefangenLokal bezogene, kohlenstoffarme und bewährte Materialien, die die algarvische Bautradition respektieren.
Regional abgebauter Kalkstein für Wände und Fundamente. Niedriger gebundener Kohlenstoff, hervorragende thermische Masse, harmoniert visuell mit der Landschaft.
Taipa (Stampflehm) aus Unterboden vor Ort, gemischt mit Kalk. Eine uralte algarvische Technik, die massive, klimaregulierende Wände mit nahezu Null-CO₂-Fußabdruck.
Expandierter Kork von Korkeichen des Alentejo. CO₂-negatives Dämmmaterial — die Korkeiche absorbiert mehr CO₂ als bei der Verarbeitung freigesetzt wird. Natürlich fire-resistant.
Traditionelle Cal (Kalk)-Putze und Mörtel statt Zement. Atmungsaktiv, ermöglicht Feuchtigkeitstransfer. Selbstheilende Mikrorisse. Weniger CO₂ als Portland cement.
Hochleistungs-Doppelverglasungseinheiten mit Recyclingglas und Argonfüllung. Maximiert die Tageslichtnutzung bei minimiertem Wärmeverlust im Winter und Wärmegewinn im Sommer.
Sedum und einheimische Sukkulenten-Gründächer auf flachen Abschnitten. Bietet Dämmung, Regenwasserrückhaltung, Lebensraum für Bestäuber und reduziert den Wärmeinsel-Efland effect.
Geplante Strukturen im Hofbereich, für phasenweise Konstruktion entworfen.
| Gebäude | Ca. Fläche | Materialien | Funktion | Phase |
|---|---|---|---|---|
| Hauptwohnung | 180 m² | Steinruine + Stampflehm-Erweiterung | Primärer Wohnraum, Küche, Bibliothek | Phase 2 |
| Gästehaus | 60 m² | Stampflehm + Korkdämmung | Forscher-/Gästeunterkünfte (2 Zimmer) | Phase 3 |
| Werkstatt & Lager | 90 m² | Kalkstein + Holzrahmen | Werkstatt, Biomassespeicher, Maschinen | Phase 2 |
| Gewächshaus & Baumschule | 120 m² | Recyclingglas + Holz | Setzlingsvermehrung, Winteranbau, Trocknung | Phase 1 |
| Kompostierung & Verarbeitung | 40 m² | Offene Holzstruktur | Kompostboxen, Biokohle-Ofen, Wurmkompostierung | Phase 1 |
| Bildungspavillon | 80 m² | Holz + Gründach | Workshops, Vorträge, Gemeinschaftsveranstaltungen | Phase 4 |
Autarke Systeme für Selbstversorgung an einem der sonnigsten Standorte Europas.
Eine 12 kWp Solar-PV-Anlage mit 20 kWh Batteriespeicher liefert ganzjährig Strom. Solarthermie-Paneele erwärmen Brauchwasser. Passives Solardesign eliminiert den Heizbedarf außer in den kältesten Winterwochen, wenn ein Biomasse-Ofen (Holz) ergänzt.
Jährliche Energiebilanz: Produktion ~18.000 kWh vs. Verbrauch ~8.000 kWh = erheblicher Überschuss für Batterieladung, Elektrofahrzeuge und Werkstatt-ools.
☀️ 225% EnergieautarkieRegenwassersammlung von allen Dachflächen speist eine unterirdische 30.000 L Zisterne für den Hausgebrauch. Grauwasser wird über eine Pflanzenkläranlage (Pflanzenklärbeet) gereinigt und für die Gartenbewässerung wiederverwendet. Komposttoiletten eliminieren Schwarzwasser vollständig.
Der bestehende traditionelle Brunnen (poço) liefert zusätzliches Wasser aus dem jurassischen Karstgrundwasserleiter während längerer Trockenperioden.
💧 Null Abwassereinleitung